Verein
MITFAHREN
MITFAHREN
(Foto K. Ohl)
Abschied kurz vor dem 80. Geburtstag: Wolfgang Schäfer (Bildmitte) saß am 9. April zum letzten Mal hinter dem Steuer des Ritterhuder Bürgerbusses. Fahrdienstleiter Manfred Reimer (links) und der 1. Vorsitzende Klaus Pretz (rechts) bedankten sich bei Schäfer für seinen engagierten Einsatz. „Noch komme ich als Fahrer gut klar, aber als nun bald Achtzigjähriger wird mir die Verantwortung für die vielen Menschen im Bus einfach zu viel“, begründete er seinen Rückzug.
Das private Wohnmobil will der frühere Geschäftsführer des Bezirks Bremen-Nordniedersachsen der Gewerkschaft ver.di aber bei Reisen mit seiner Ehefrau weiterhin steuern. „Da sind wir dann nur für uns allein verantwortlich“, sagte er.
Der Bürgerbusverein Ritterhude wird künftig von Klaus Pretz geführt. Die Mitgliederversammlung des Vereins wählte Pretz einstimmig zum Nachfolger des 75jährigen Norbert Wellbrock, der sich entschieden hatte, aus Altersgründen nicht wieder zu kandidieren. Die gleichen Gründe hatte auch der 80jährige Rechnungsführer Rainer Lotze. Sein Amt wird nun die ebenfalls einstimmig gewählte Norma Schulze-Rebesky weiter führen.
Wellbrock und Lotze hatten den Verein Bürgerbus Ritterhude mit gegründet – zunächst in einer Vorbereitungsgruppe und dann zum Start des Busbetriebs im Januar 2013. „Wie der Bürgerbusverein aufgestellt ist, ist er zukunftsfähig“, resümierte Wellbrock die geleistete Arbeit, „ich bin mir sicher, dass wir im Vorstand gute Nachfolger gefunden haben.“ Die Mitglieder des Vereins würdigten die Leistungen von Wellbrock und Lotze mit der Verleihung der Ehrenmitgliedschaft. Beide wollen die nun gewonnene Freizeit unter anderem durch intensives Reisen ausfüllen.
Auch der neue 1. Vorsitzende Pretz, der 2021 als Fahrer beim Bürgerbusverein eingestiegen war, bangt nicht um dessen Zukunft. Die ehrenamtlichen Fahrerinnen und Fahrer bringen aus seiner Sicht mittlerweile jährlich fast 10.000 Fahrgäste nichteinfach nur von A nach B. Der Bus sei ein Ort der Begegnung geworden, die für viele ältere Nutzerinnen und Nutzer auch ein Mittel gegen Vereinsamung sei. „Unser Ziel ist es letztlich, durch Mobilität Teilhabe am gesellschaftlichen Leben herzustellen“, sagt Pretz. Der Zukunftstraum des Oldtimer-Fans und Käfer-Cabrio-Besitzers: langfrist einen zweiten Bus für eine zweite Linie oder kürzere Taktzeiten einzusetzen.
Zunächst allerdings steht im Bürgerbusverein die Anschaffung einer neuen Fahrzeugs im Spätherbst an. Es soll es sieben Jahre alten Bürgerbus ersetzen, der dann etwa 300.00 Kilometer gefahren sein wird. Eine schwierige Entscheidung für die Vereinsführung, denn der bewährte Bus auf Mercedes-Basis ist mit dem bisherigen langen Fahrgestell nicht mehr zu haben. Der Nachfolger wird deshalb wohl von MAN geliefert und bei einem Thüringer Spezialbetrieb ausgebaut. Immerhin haben die zuständigen Verkehrsverbünde und politischen Instanzen finanziell schon grünes Licht für den Start des neuen Busses signalisiert.
Der stellvertretende Vorsitzende des Bürgerbusverein Eckhard Grella (links) dankt im Namen der Mitglieder mit Blumen und Ehrenurkunden dem scheidenden Rechnungsführer Rainer Lotze und dem bisherigen 1. Vorsitzenden Norbert Wellbrock für die erfolgreiche Arbeit
(Foto: K. Ohl)
Der neue 1. Vorsitzende Klaus Pretz (links) löst Norbert Wellbrock (rechts) bei der Vereinsführung ab. Der Bus muss noch bis zum Jahresende durchhalten. Dann kommt voraussichtlich ein Neuer.
(Foto: K. Ohl)
Der Vorstand des Vereins
„BürgerBus Ritterhude e. V.“:
von links nach rechts: Karsten Ohl (Schriftführer), Manfred Reimer (Fahrdienstleiter), Norbert Wellbrock (Vorsitzender), Eckhard Grella (stellvertretender Vorsitzender), Rainer Lotze (Kassenführer) und Joachim Zimmermann (Fahrdienstleiter)
Jetzt Mitglied werden!
Sie möchten Mitglied im Verein werden?
Dann freuen wir uns von Ihnen zu hören.
Wir sagen Danke!
Ulla Böhme, eine Fahrerin der ersten Stunde absolvierte heute ihre letzte Tour.
10 Jahre hat sie sich fü den BürgerBus aktiv engagiert.
Norbert Wellbrock (erster Vorsitzender) und Manfred Reimer (Fahrdienstleister) bedankten sich bei ihr.